Honigbienen

Honigbienen (Rassen)
Am weitesten verbreitet in Deutschland ist die Carnica dann die Buckfast welche eine Kreuzungszucht ist und danach kommt die Schwarze Bienen.
Bienen werden von den Imkern gezüchtet wobei die Kriterien für die Zucht folgende sind.

  • nicht stechen!!!
  • Wabensteht das heißt Sie fliegen nicht auf wenn man die Beute öffnet und ein Rahmen zieht
  • dann folgt erst die Honigleistung

Das Bienenvolk - der Bien
Die Honigbienen (Apis Melifica) gehören zu den sozialen Lebewesen. Das heißt: Die Bienen leben zusammen und sind aufeinander angewiesen. Die einzelne Biene ist alleine nicht lebensfähig. Sie braucht die anderen Bienen. Sie alleine zählt nichts. Es geht immer ums Ganze Bienenvolk. Deshalb verwendet der Imker zuweilen den Ausdruck: "der Bien" und meint damit das Bienenvolk in seiner Gesamtheit.

Die Bienen treten nicht einfach - wie man es sonst in der Natur beobachten kann - entweder als Männchen oder Weibchen auf, sondern es gibt drei verschiedene Erscheinungsformen:

  • die Königin
  • die Arbeiterinnen
  • die Drohnen

Zum Bienenvolk gehört normalerweise auch noch der Wabenbau

Die Königin
oder "Weisel", wie sie auch noch genannt wird, ist im Gegensatz zu den Arbeitsbienen etwa um die Hälfte größer und an ihrem langen Hinterleib zu erkennen. Sie ist das einzige voll entwickelte Weibchen im Bienenvolk.
Ihre Aufgabe besteht darin, für Nachkommen zu sorgen. In ihren mächtig ausgebildeten Eierstöcken produziert sie in den Vorsommermonaten bis zu 1500 Eier am Tag.
Nur ein weiselrichtiges Volk zeigt in allen seinen Lebensäußerungen das Bild eines harmonischen und geordneten Organismus. Wie lässt sich das erklären?
In den Mandibeldrüsen der Königin wird die so genannte Königinnensubstanz gebildet. Dieser Stoff wird von den Bienen begierig aufgenommen und an alle Stockgenossinnen weitergegeben. Wird er nicht mehr in ausreichendem Maße im Volk verteilt - sei es, dass die Königin zu alt ist oder im Frühjahr einfach zu viele Bienen im Stock sind, so schwindet die Harmonie und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Volk. Der Schwarmtrieb kann sich im Volk bemerkbar machen.
Versiegt der Strom der Königinnensubstanz plötzlich ganz, weil die Königin verloren ging, so dauert es nur etwa ein bis zwei Stunden bis alle Bienen im Volk "wissen", dass sie keine Königin mehr haben. Der Imker erkennt diesen Zustand der Weisellosigkeit am aufgeregten Summen und Heulen der Bienen. Sofort machen sich die Arbeiterinnen daran, eine neue Königin nachzuschaffen. Damit legt sich auch wieder die vorhin beschriebene Weiselunruhe.
Ist den Bienen aber die Möglichkeit der Nachschaffung genommen, weil sich zu dem Zeitpunkt keine offene Brut im Volk befindet, so entwickeln sich allmählich die verkümmerten und nur spärlich vorhandenen Eierstöcke einiger Arbeiterinnen und sie beginnen Eier zu legen. Das Volk ist damit jedoch keinesfalls gerettet. Die eierlegenden Arbeiterinnen oder Afterweisel, wie sie der Imker nennt, können nämlich nur unbesamte Eier hervorbringen und aus diesen entstehen stets nur Drohnen. Der Imker bezeichnet ein solches Volk als buckelbrütig. Er erkennt es sofort am Brutbild, welches einzelne höckerartig aufgewölbte Brutzellen aufweist.

Ein ähnliches Brutbild erzeugt im übrigen auch eine alte Königin, deren Samenvorrat erschöpft ist oder auch eine junge, die, aus welchem Grund auch immer, nicht begattet wurde. Auch sie können ja nur unbefruchtete Eier legen. Der Imker spricht dann in solchen Fällen von einer drohnenbrütigen Königin. Das Vorhandensein der Königinnensubstanz in einem normalen Volk verhindert, dass Afterweisel entstehen.

Die Königin hat wie die Arbeiterin einen Stachel, doch wendet sie ihn nur in Ausnahmefällen gegen den Menschen an.

Eine Königin kann mehrere Jahre alt werden.

Arbeiterinnen fächeln Luft in die Beute
Arbeiterinnen fächeln Luft in die Beute

Die Arbeiterinnen
Sie haben im Gegensatz zur Königin nur eine wesentlich kürzere Lebenserwartung.
Man unterscheidet hierin jedoch zwischen Sommer- und Winterbienen. Während die Arbeiterinnen im Sommer bereits nach 4 - 6 Wochen eingehen, werden die Winterbienen mehrere Monate alt.
Dieser Unterschied liegt vor allem daran, dass die Winterbienen keine Nachkommen zu pflegen haben. Die Sommerbiene arbeitet sich dagegen regelrecht zu Tode.
Im Hochsommer zählt ein Bienenvolk bis zu 45.000 Bienen. Im Winter dagegen sind es nur 10 bis 15 Tausend.
Die Arbeiterinnen sind auch weiblicher Natur, doch sind ihre Geschlechtsorgane (Eierstöcke) verkümmert. In anderen Merkmalen sind sie jedoch weit besser ausgestattet als die Königin. Das hängt zusammen mit der Vielzahl von Aufgaben, die sie im Laufe ihres Lebens zu erledigen haben, denn sie sorgen für alles. Dabei teilen sie sich die Arbeit.

Biene mit Pollen beladen
Biene mit Pollen beladen

Die Drohnen
Sie sind die Männer im Bienenvolk. Ihre einzige Aufgabe von Natur aus ist die Paarung mit einer Jungkönigin.
Da die Paarungszeit in die Sommermonate fällt, findet man Drohnen auch nur von etwa April bis August in den Völkern.
Drohnen fallen sofort an ihrer plumpen Gestalt und an den übergroßen Augen auf. Da sie selbst keine Arbeit verrichten, benötigen sie weder Wachs- noch Futtersaftdrüsen. Auch fehlen ihnen die Sammelbeine.

Sympathisch sind die Drohnen, weil sie keinen Stachel besitzen.

Drohnen entstehen auf eine ganz besondere Weise, denn sie entwickeln sich aus unbefruchteten Eiern (Parthenogenese). Es müssen sich also keine Samenfäden mit dem Ei verschmelzen, um dessen Entwicklung in Gang zu setzen. Das bedeutet, dass die Drohnen im Gegensatz zur Mehrzahl aller Lebewesen keinen Vater haben, sie also dasselbe Erbgut besitzen, wie die Königin. Dieser Umstand muss bei der Zucht und Paarung von Königinnen berücksichtigt werden.